Tag 2: Von Zürich nach Mailand

 
 
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2. Tag

Fahrt von Zürich nach Mailand.
Überquert dabei den St. Bernardino Pass.
Trefft jemanden, über den es sich lohnt zu sprechen.
Bestellt Euer Abendessen an einem Drive Inn ohne das Produkt zu nennen.

› Ascona (Carlo Rampazzi)

 

Mirjam Tag 2

Liebes Fahrtenbuch,

die Nacht war lang, aber trotzdem irgendwie zu kurz. Am besten mal Matthias ans Steuer lassen. Ziel: Mailand. Ach, Mailand - die Stadt der Mode. Bella Italia. Gern hätte ich mit Matthi - wie ich ihn inzwischen heimlich zärtlich nenne, darüber gesprochen, aber leider stelle ich fest, dass seine Stimme früher mal als Schlafmittel gearbeitet haben muss. Mich wundert, dass er nicht selbst einschläft, wenn er spricht.
Nach einem kleinen Nickerchen meinerseits jedenfalls, hat unser CSi das erste Etappenziel erreicht - und das ganz entspannt: San Bernadino Pass. Die Berge, meine Welt. Denn da oben bin ich zu Haus. Nachdem Matthi uns das Hirn herausgerast hat, lernen wir schließlich Carlo Rampazzi kennen. Sein Kommentar zu unserem BMW: „Ist Holz, kann brennen“. Aha.
Gern hätte ich ihn mitgenommen, den Dali der Schweiz, aber wir müssen los: Matthi hat schließlich ein Candle-Light Dinner bei McDonald’s organisiert, nur wir zwei und ein Kids-Menü.
Memo an mich: Morgen ausgeschlafen sein, ich will von der Fahrt schließlich was mitbekommen und Matthi nicht mehr im Geheimen Matthi nennen,  zumindest nicht zärtlich.

Tag 2

Miri sieht trotz kurzer Nacht süß aus. Ich fahre, sie schläft nach 10 km ein. Anscheinend vertraut sie meinem Fahrstil doch! San Bernadino so schnell es geht. Solche Aufgaben liebe ich. Einfach alles geben! Mal sehen was Miri sagt, wenn sie mein wahres Autofahrer-Gesicht kennen lernt... Ich komme, wie immer beim Rasen, in einen Rauschzustand. Das ist die beste Droge. Miri lässt sich auf den Rausch ein. Wir sind ein gutes Team. Der CSI macht alles mit, Miri Gott sei Dank auch. Ihre innere Handbremse hat sie in München gelassen;) Carlo Rampazzi ist ein sensationeller Typ. Ein Modefreak, der alles in Knallfarben braucht. Bei einer Malmedie-Probefahrt überzeuge ich ihn trotzdem vom weißen CSI. Beim Mäckes müssen wir wieder bescheuert bestellen. Gott sei Dank kennt uns hier keiner. Wir kommen schon wieder um 2 vor 12 an.